
Aus unserer Vereins-Chronik 1909 – 2009
Wir besitzen von der Gründung bis heute noch alle Protokoll- und Kassenbücher
Von der Gründung unseres Vereins:
In den Jahren 1907 bis 1909 wurde mehrfach erwogen, für Albbruck und Umgebung eine Sektion des Schwarzwaldvereins zu gründen, wie solche in Görwihl und Waldshut schon bestanden.
Die Initiative ergriff Bürgermeister Wittmann von der damaligen Gemeinde Alb, der zu einer Besprechung in das Hotel „Albtal“ am 13.3.1909 einlud. Dabei wurde ein Ausschuss zur Vorbereitung der Sektions-Gründung bestellt.
Schon für den 25.3.1909 wurde zu einer erneuten Versammlung ins „Albtal“ aufgerufen. Direktor Alfred Meißner von der Papierfabrik Albbruck referierte eingehend über Zweck und Bedeutung des Schwarzwaldvereins. Dann wurden die Statuten desselben bekanntgegeben, worauf 32 Teilnehmer sich spontan als Mitglieder anmeldeten. Damit wurde am 25.3.1909 die Sektion des Schwarzwald-Vereins Albbruck als gegründet erklärt.
In den Gründungsvorstand wurden gewählt:
1.Vorstand: Direktor Alfred Meißner ,
2.Vorstand: Bürgerm. Eduard Wittmann
Schriftführer: Postverwalter Josef Jörger
Kassier: Artur Treyer
Beisitzer: Hauptlehrer Böser, Birndorf; Gastwirt Jul. Vogelbacher, Buch;
Bürgerm. Rich. Eckert, Albert
Die Neugründung der Sektion Albbruck wurde dem Hauptvorstand des Schwarzwaldvereins am 29.3.1909 angezeigt. Dieser bestätigte mit Schreiben vom 17.4.1909 die rechtmäßige Aufnahme in den Landesverein.
Von 1909 bis Ende des ersten Weltkrieges:
Der Verein entwickelte unter der rührigen Vorstandschaft ein reges Vereinsleben und aktive Tätigkeit. Die Mitgliederzahl erhöhte sich bis 1913 auf 144 und erreichte einen Höchststand zur Hauptversammlung 1914 mit 155 Mitgliedern.
Die Ausweitung des Vereins auf die gesamte Umgebung von Albbruck erforderte die Erweiterung des Vorstandes; deshalb wurden als Beisitzer und Vertrauensmänner hinzu gewählt:
Stabhalter Binkert für Schadenbirndorf
Bürgerm.Werne für Kiesenbach
Grenzkontrolleur Marx für Dogern
Gemeinderat Gäng für Schachen
Adlerwirt Buch für Hauenstein
Postverw.Schätzle für Laufenburg
1912 wurde in Murg eine weitere Sektion neugegründet unter aktiver Mitwirkung des Vorstandes von Albbruck, der mit 14 Mitgliedern zugegen war. Auch mit der Sektion Görwihl bestand enger Kontakt. Oft ist vermerkt, dass Straßenmeister Netscher bei Veranstaltungen und Sitzungen mit anwesend war.
Als erstes Vorhaben wurden ein Wanderweg von Albbruck nach Hohenfels u. Buch, sowie die Erstellung einer Schutzhütte beim Einigsbühl Schachen, geplant. Schon im Herbst 1910 konnte die Schutzhütte mit Flaggenmast eingeweiht werden, unter Mitwirkung der Musik Buch, Gesangverein Albbruck, Cäcilienchor Hochsal, Schuljugend Albbruck und aller Vereine von Schachen.
Der Fußweg zum Hohenfels wurde 1910 bis zum Riggenbach angelegt und bis 1913 zum Hohenfels weitergeführt. Erstbegehung mit Vertretern des Hauptverbandes und von Behörden erfolgte am 22.9.1913. Aus einem Waldfest mit über 1.000 Festbesuchern beim Einigsbühl Schachen wurde ein Großteil der Kosten bestritten, während Buch und Kiesenbach und der Hauptverband Freiburg Anteilbeträge zahlten.
Seit 1911 beschäftigte man sich mit der Erstellung eines Albsteges hinterm Hohenfels vor dem ersten Tunnel. Geplant war eine Hängebrücke 80 m über der Talsohle mit einer Spannweite von 72 m. Der Kostenanschlag von Eisenbau Wyhlen nannte 30´000 Mark Kosten ohne die Eigenleistungen für die Zugänge. Diese Summe überstieg das Leistungsvermögen, so dass das Vorhaben zurückgestellt werden musste.
Ab 1912 plante man einen Wanderweg von Laufenburg nach Rotzel durchs Andelsbachtal. Ausführung gelang als Fa. Eggemann & Lange die Kosten der Überschotterung übernahm und die Stadt Laufenburg sich mitbeteiligte. Dieser Wanderweg ist bis heute ein Idyll für Wander- und Naturfreunde.
Einen großen Verlust bedeutete der Wegzug des verdienstvollen Förderers und 1. Vorstandes Direktor A. Meißner. In der Abschiedsfeier 1914 wurde ihm zu Ehren, in dankbarer Würdigung seiner Verdienste der Wanderweg Albbruck-Hohenfels „Alfred Meißner-Weg“ benannt. Jetzt bildet er das erste Teilstück des Hochrheinquerweges.
Als Nachfolger wurde Direktor Theodor Krause gewählt, der den Verein bis zum Wegzug 1919 leitete. Auch Schriftführer Jörger verzog 1916 und an seine Stelle trat Stat. Sekr. Dietsche.
Die Vereinstätigkeit blieb auch während des Krieges intakt und durch laufende Liebesgabenpäckchen wurde die Verbindung mit den Kriegsteilnehmern aufrechterhalten.
Während des ersten Weltkriegs sind vier Mitglieder gefallen und immer wieder ist von Verstorbenen die Rede, deren ehrend gedacht wird.
Nach dem Wegzug von Schriftführer Dietsche im Juni 1918 blieb die Protokollführung zunächst verwaist.
Zwischen den Weltkriegen von 1919 bis 1951:
Nach Kriegsende wurde Mitte 1919 bei der Hauptversammlung in Buch ein neuer Vorstand gewählt:
- Vorstand : Sägewerksbesitzer Ernst Schmidt
- Vorstand: Direktor Otto Idler
Schriftf.: Hauptlehrer Friedr. Lockheimer
Kassier: blieb Buchhalter Artur Treyer
Während des Krieges war die Mitgliederzahl auf 121 zurückgegangen; sie stieg nach Werbung 1922 wieder auf 143 an. Es fanden regelmäßige Zusammenkünfte in den Orten und Wanderungen in der Umgebung statt.
Ein neuer Wanderweg am Rhein entlang nach Dogern wurde angeregt. Er scheiterte an großen Schwierigkeiten und im Hinblick auf die Kraftwerksplanungen im Raum Albbruck/Dogern.
Verbessert wurde der Wanderweg im Andelsbachtal und ein solcher von Birndorf nach Dogern neu angelegt.
1920/22 wurde in Laufenburg die Gründung einer eigenen Sektion mit Trennung von Albbruck erwogen. Am 22.4.1922 war es soweit; doch nach manchen Überlegungen wird die Trennung von beiden Seiten als vorteilhaft angesehen.
„Die bestehenden Bande des Schwarzwaldvereins sollen uns in gegenseitiger Freundschaft und Arbeit auch weiterhin verbinden“, besagt das Protokoll von damals. so ist es bis heute geblieben!
Durch Wegzug des 1. Vorstands Ernst Schmidt wird am 1.5.1925 eine Neuwahl fällig, wobei zum 1. Vorstand, Eisenbahninsp. Anton Studinger und als 2. Vorstand, Buchhalter Artur Treyer gewählt werden:
Mit dem Amtsantritt von A. Studinger beginnt die zweite Periode eifriger Tätigkeit im Verein.
Der Wanderweg Albbruck-Hohenfels soll bis Tiefenstein weitergeführt und Fußwege von Kiesenbach nach Birkingen und von Dogern über Bohland nach Kuchelbach angelegt werden.
Zur Mitbeschaffung für diese Vorhaben wurde im Sommer 1925 ein großes Waldfest bei Hohenfels veranstaltet, mit Erstbegehung des ausgebauten
Wanderweges vom Hohenfels zur Peterskanzel.
1926 wurde das Teilstück Peterskanzel bis nach Tiefenstein vollendet und am 8.8.1926 eingeweiht als „Julius Vogelbacher-Weg“.
Kaum waren diese Vorhaben verwirklicht, da beschäftigte sich Anton Studinger und sein Vorstand erneut mit dem Albtalsteg beim Hohenfels.
Von der Hängebrücke mit jetzt über 50´000 Mark Aufwand wurde endgültig Abstand genommen. Als neue Lösung galt ein Steg mit 32 m Spannweite in etwa 6 m Höhe über dem Albwasser, der etwa 6´000 Mark Kosten erfordern sollte. Dieser Betrag erschien vertretbar, nachdem die Gemeinden Buch und Schachen sich bereiterklärten, für die Zugangswege zu sorgen.
Am 26.8.1928 erfolgte die Einweihung des Albsteges durch Präsident Dr. Seith vom Hauptverein Freiburg und Behördenvertreter. Zum Dank und Anerkennung für den rührigen Vorstand Studinger wurde der Steg ihm zu Ehren als „Studingersteg“ getauft, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung.
Die Abrechnung verzeichnete Gesamtkosten von 13´746 Mark, so dass der ungedeckte Betrag von 9´750 Mark eine erhebliche Belastung bildete. Weitere Vorhaben waren für Jahre nicht mehr möglich, obwohl Präsident Dr. Seith vom Hauptverband einen Zuschuss von 2´500 Mark bereitstellte.
1931 wurde die Salpeterer-Höhle im Albtal erschlossen und der Zugang hergerichtet.
Mit 152 Mitgliedern hatte man fast den Höchststand der Vorkriegszeit wieder erreicht.
1934 konnte man das 25-jährige Bestehen feiern, wobei 25 Gründungsmitglieder das silberne Vereinsabzeichen erhielten. Beim Rückblick wurde mit Stolz festgestellt, es war gelungen, das romantische Albtal von Albbruck bis Tiefenstein durch gepflegte Wanderwege mit schönen Aussichtspunkten für alle Wanderfreunde zu erschließen. Bestimmt eine große Leistung des rührigen Vereins.
Im Sommer 1935 wurde wiederum auf dem Einigsbühl bei Schachen ein großes Waldfest veranstaltet unter der Mitwirkung aller örtlichen Vereine von Schachen und der Mitbeteiligung der Ortsgruppe Görwihl. Der Erlös sollte dazu beitragen, die Schuldenlast des Vereins zu vermindern.
Im Übrigen beschränkte man sich von 1929 bis 1939 auf die Durchführung von Ausbesserungsarbeiten am Wanderwegenetz und auf die notwendige Ergänzung der Markierung.
Während der Dauer des zweiten Weltkrieges war die Tätigkeit im Verein nur sehr eingeschränkt möglich. Immerhin fand 1944 noch eine Hauptversammlung statt, bei der im Protokoll vermerkt ist, dass dem Verein noch 93 Mitglieder angehören.
Zwischen 1944 bis 1951 enthält das Protokollbuch nur noch einen einzigen Eintrag, der mit einer gewissen Wehmut niedergeschrieben wurde. Schriftführer Friedrich Lockheimer verabschiedet sich von seinem Schwarzwaldverein Albbruck, für den er 28 Jahre als Schriftführer tätig war. Er wünscht dem Verein, dass nach Kriegsende bald wieder Männer sich bereit finden, unsere schöne Heimat zu hegen und zu pflegen. Viele schöne Wanderungen mit treuen Wanderfreunden, wohlgelungene Vereinsfeiern und lehrreiche Vereinsabende werden mir stets in guter Erinnerung bleiben!
Vom Wiederbeginn 1951 bis Ende 1973
Das Wiederaufleben der Vereinstätigkeit nach den Kriegsereignissen gestaltete sich sehr schwierig. Vorstand Anton Studinger tat sein Möglichstes, für 1950/51 wieder einen neuen Anfang zu finden. Als zur Einladung einer zweiten Mitgliederversammlung im November 1951 sich nur ein kleiner Kreis von Wanderfreunden einfand, stellte er sein Amt zur Verfügung, weil er sich im 79. Lebensjahr nicht mehr in der Lage fühle, dem Verein weiter die notwendigen Impulse zur Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit zu geben. Bürgermeister Tröndle, Buch, bat um Verständnis für den Entschluss von Vorstand Studinger, der 29 Jahre lang die Geschicke der Sektion Albbruck leitete. Er dankte Studinger für seine vorbildliche Arbeit und Treue zum Schwarzwaldverein, an dem er in guten ebenso wie in schwierigen Zeiten mit echter innerer Begeisterung gehangen habe. Viel Idealismus und seine ganze Kraft habe er jahrzehntelang seinem Schwarzwaldverein geopfert. Danach wurde ein vorläufiger 1.Vorstand mit Gastwirt Franz Vogelbacher und 2.Vorstand mit Willi Metzler bestellt.
Erst 1955 ist im Protokoll wieder über Aktivitäten im Vereinsgeschehen zu lesen. Bei einer für den 19.5.1955 einberufenen Mitgliederversammlung wurde der Gesamtvorstand in Birndorf im Hirschen neugewählt:
- Vorstand: Gastwirt Franz Vogelbacher
- Vorstand: Prokurist Willi Metzler
Schriftf.: Bahnhofvorsteher H. Wintergerst
Rechner: Kassenverwalter Peter Strittmatter
Wanderwarte: Alois Reitmeier und Emil Leber.
Die Mitgliederzahl betrug damals 55. Jetzt ist auch wieder von regelmäßigen Wanderungen und Veranstaltungen des Vereins die Rede.
Das 50-jährige Bestehen des Vereins wurde in aller Stille begangen.
Anstelle eines Festes sollte die Aktivität im Verein selbst belebt werden und zum Anfang ein neuer Wanderweg nach Dogern auf schattigen Waldwegen geschaffen werden.
Die Erstbegehung des neu geschaffenen Wanderweges fand am 30.7.1961 statt und ist von Schriftführer Emil Leber, der H. Wintergerst abgelöst hatte, im Protokollbuch lebendig geschildert. Er hat auch von 1960 bis 1963 über alle Wanderungen und Ereignisse berichtet.
Dann folgen nur noch zwei zusammengefasste Jahresberichte.
1966 berichtet der neugewählte Schriftführer Jürgen Metzler von der am 15.1.1966 abgehaltenen Hauptversammlung im Gasthaus Widmer, Albbruck, und in der Folge noch von einigen Wanderungen. Weitere Einträge über die Vereinstätigkeit in den nachfolgenden Jahren sind bis 1973 nicht mehr aufgezeichnet.
Hierzu wird festgestellt, dass Rechner Peter Strittmatter erkrankte und 1968 verstorben ist. Schriftführer Jürgen Metzler und Wanderwart Alois Reitmeier haben beim Wegzug von Albbruck ihre bisher ausgeübten Ämter zur Verfügung gestellt.
Neubeginn 1974
Für den 6.2.1974 hatte Präsident Hockenjos vom Hauptverein Freiburg zu einer Mitgliederversammlung ins Gasthaus „Adler“ Kiesenbach eingeladen, um laut Protokoll „den seit Jahren ruhenden Schwarzwaldverein Albbruck mit neuem Leben zu erfüllen“. Der Neuanfang gelang auf Anhieb.
Alle Anwesenden waren bereit, die alte Tradition des Schwarzwaldvereins Albbruck fortzusetzen. Die Mitgliederzahl betrug noch 31, doch bereits in der Versammlung meldeten sich 9 neue und zum Jahresende waren es bereits 56 Mitglieder.
Der Präsident hatte eindringlich die vielfachen und großen Aufgaben des Schwarzwaldvereins dargestellt, die er heute erfüllen soll und um die tätige Mitarbeit möglichst vieler geworben. Sein Apell fiel auf guten Boden und einmütig wurde ein neuer Vorstand gewählt:
- Vorstand: Helmut Alle
- Vorstand: Philipp Schlachter
Schriftf.: Erna Dede
Rechner: Ernst Böhler
Wegwarte: Egon Halter und Alex Pflüger
Wanderwarte: Willi Auweder
Mit neuem Elan wurde begonnen. Davon zeugen die Berichte von regelmäßigen Wanderungen, Arbeitseinsätzen, Vorstandssitzungen, alljährliche Hauptversammlungen sowie laufende Presseberichte übers Vereinsgeschehen.
Ab Januar 1975 übernahm Frau M. Moritz die Protokollführung und hat seit dem unermüdlich alle Vorkommnisse im Vereinsleben registriert und über alle Wanderungen lebendig berichtet.
Durch Wegzug von Rechner E. Böhler war Ende 1975 die Kassenführung verwaist. An seine Stelle trat Beisitzer Ludwig Wasmer. Als man im Vorstand lange überlegte, wie am besten eine Werbeaktion in den Ortsteilen durchzuführen sei, handelte unser Rechner nach eigenem Ermessen.
Zur Hauptversammlung am 8.2.1976 übergab er dem Vorsitzenden Helmut Alle einen Umschlag mit 70 neuen Beitrittserklärungen von Mitgliedern aus Albbruck, Birkingen, Birndorf, Buch und Schachen, so dass der Mitgliederstand jetzt auf 125 angestiegen war.
Diese Ausweitung erforderte vom Vorstand seine Aktivität zu verstärken, was natürlich neue Probleme ergab. Nach Aussprache in der Hauptversammlung 1977 wurde deshalb die Vorstandschaft umgebildet. Sie ist an anderer Stelle später genannt.
Nun wurden ins Wanderprogramm auch Ausflugsfahrten mit Wanderungen an entfernte Zielorte aufgenommen. Dies erbrachte eine erfreuliche Belebung mit Wanderungen im Hochschwarzwald, Vogesen, Markgräfler Land, Hegau und Bodenseegebiet. Die Vereinstätigkeit umfasste eine steigende Zahl regelmäßiger Wanderungen an Sonn- und Wochentagen, Arbeitseinsätze zum Unterhalt der Wanderwege, Mitwirkung bei der Aktion „Saubere Landschaft“ und Neumarkierungen. Auch gesellige Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit anderen Ortsgruppen, im Gau und mit dem Hauptverein, wurden neu belebt.
Für 1977 hatte der Präsident alle Ortsgruppen zu einer neuen Werbeaktion aufgerufen. Unser Rechner machte sich mit Erfolg nochmal ans Werk. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1977 so dann 176 zahlende Mitglieder und 76 Jugendliche in der Familienmitgliedschaft. Bei der Auswertung der Werbeaktion stellte man in der Hauptversammlung des Hauptvereins fest, dass die Ortsgruppe Albbruck an 6. Stelle liegt und dafür wurde besonderer Dank und Anerkennung ausgesprochen.
Nun wurde bei der Vorstandsitzung 1978 beschlossen, wieder einmal an die Öffentlichkeit zu treten und das 70-jährige Bestehen 1979 mit Ehrungen verdienter Mitglieder zu feiern. Hierzu sollten auch die andern Ortsgruppen im Gau-Hochrhein eingeladen werden, weshalb man sich um die Sternwanderung und das Gautreffen bewarb. Als Termin wurde der 1.7.1979 beschlossen. Als Zielort wurde der Einigsbühl in Schachen bestimmt. Beim Festbankett wurde dann die Ehrung langjähriger Mitglieder für 25, 40, und 50 Jahre Treue durchgeführt. Das Fest wurde gebührend gefeiert.
Der Schwarzwaldverein Albbruck wird am 21. März 1980 e.V.
Am Tage der Eintragung im Vereinsregister ist der 1. Vorsitzende Egon Halter. 2. Vorstand Ludwig Wasmer.
Bei den Vorstandswahlen der Hauptversammlung 1983 gab Vorsitzender Egon Halter aus gesundheitlichen Gründen sein Amt auf, und Helmut Oswald wurde zum Nachfolger gewählt.
Das letzte Wochenende im Juni 1985 war in Albbruck beherrscht von der Trauernachricht, das am Samstag, den 29.6.1985, Maria Moritz im 86. Lebensjahr verstarb. Sie war aktiv in der Kirchengemeinde im Roten Kreuz und im Schwarzwaldverein Albbruck, besonders bei der Wiederbelebung 1974 sehr aktiv.
Als Schriftführerin und Vorbild als betagte Wanderin, wurde Frau Moritz zum 70 Jährigen Jubiläum durch Verleihung der bronzenen Medaille für besondere Verdienste um die Ortsgruppe geehrt. Bei der Hauptversammlung 1985 im März wurde Sie zum Ehrenmitglied ernannt
1986 wurde zum ersten Male ein Grillfest veranstaltet und ist bis heute ein fester Bestandteil des Vereinslebens.
Bei der Hauptversammlung 1989 wurde die Vorstandschaft neu gewählt. Sie ist damit die jüngste im Gau Hochrhein
- Vorstand: Joachim Weidler,
- Vorstand: Peter Strittmatter,
Wegewart: Julius Eckert.
Bei der Hauptversammlung 1990 wird Ludwig Wasmer Ehrenmitglied. Er gehört seit 1961 der Vorstandschaft an. Als Beisitzer, Kassier, Wanderführer, und 2. Vorstand war er stets ein Vorbild für alle.
Er war auch der größte Webeträger mit 160 Neumitgliedern, die er für den Verein gewinnen konnte.
Unser Veranstaltungsschaukasten hängt wieder. Neuer Standort bei der Bäckerei Spitznagel. Er wird mit einer kleinen Feier am 27.7.1990 eingeweiht.
Am Sonntag 9. Juni wird der Albübergang Studingersteg nach längerer Reparaturzeit wieder eröffnet. Die Bau-und Sanierungskosten lagen bei 30000.-DM. Dazu leistete der Schwarzwaldverein 6000.-DM. Die Einweihung wurde auf Schachener Seite mit einem Grillfest gefeiert.
Bei der Hauptversammlung 1992 sprachen sich die Mitglieder entschieden gegen die Kreismülldeponie die in Schachen geplant ist.
Nach über 20 Jahren wird der Jahresbeitrag der Ortgruppe um 5.-DM für das Jahr 1994 beschlossen.
Am 25.9.1994 verstarb unser 2. Vorsitzender Heiner Kaiser.
Bei der Gausternwanderung erhält Willi Auweder in Bad Säckingen das silberne Ehrenzeichen des Hauptvereines.
1995 überweist die Ortsgruppe Albbruck 5´000.-DM als Darlehen zum Erwerb einer Immobilie des Hautvereines Freiburg.
Bei der Hauptversammlung am 15.3.1996 legt der bisherige Wegewart Julius Eckert sein Amt in jüngere Hände. In seiner sieben jährigen Amtszeit wurde das Wegenetz so gut wie noch nie ausgebaut, verbessert und erhalten. Sieben Holzstege wurden neu erstellt, der Schaukasten – wieder angebracht, und unser Sorgenkind Studingersteg neu saniert. Als Auszeichnung erhielt er dann das silberne Ehrenzeichen des Hauptvereins zum Dank.
Ende des Jahres eine traurige Nachricht. Unser Ehrenmitglied Ludwig Wasmer ist gestorben. Um seine Arbeit im Schwarzwaldverein Albbruck zu würdigen, müsse man eine ganze Seite schreiben. Nur einige Punkte aus seiner Schwarzwaldtätigkeit: Kassierer; 2. Vorstand; Initiator des Neubeginns 1974; Beisitzer; Wanderführer und über 160 neue Mitglieder geworben.
Als einziger im Verein, Träger des goldenen Ehrenzeichens des Hauptverein Freiburg. Wir gedenken unserem Ludwig Wasmer ehrenvoll.
1997 beschließt der Verein für alle PKW Fahrten eine Fahrzeugvollkaskoversicherung abzuschließen.
Am Sonntag, den 23. August feiert die Ortsgruppe
zwei Feste. 70 Jahre Studingersteg und Einweihung des neuangelegten Albbrucker Dörferweg. Der neue Rundweg ist 25km lang und in 8 Teilabschnitten ausgeschildert. Das Markierungszeichen ist das Albbrucker Wappen.
Der Studingersteg ist eine vielen Wanderern bekannte Überquerung des Albtales. Er wurde vom Schwarzwaldverein Albbruck unter erheblichen finanziellen Anstrengungen erbaut. Die Gesamtrechnung belief sich damals auf 13`746 Reichsmark, was in den Folgejahren für den kleinen Verein eine große Belastung war. Man kann jedoch mit Stolz feststellen, dass mit dem Studingersteg das wildromantische Albtal weithin bekannt wurde.
Er ist heute auch Teil des Hotzenwald-Querweges und eben auch des neuen Albbrucker Dörferweges.
1998 wird Willi Auweder Ehrenmitglied. Er ist seit 32 Jahren Mitglied im Schwarzwaldverein Albbruck e.V.. Seit 1974 Wanderführer und Beisitzer im Vorstand. Er ist Träger des Ehrenzeichens in Bronze und Silber.
Am Sonntag den 30.5.1999 feiert der Schwarzwaldverein Albbruck e.V. in Verbindung mit dem Gausterntreffen 90 Jahre in der Gemeindehalle Albbruck. Die Beteiligung der Ortgruppen im Gau Hochrhein lies etwas zu wünschen übrig. Das Fest war trotzdem gelungen.
Im Jahr 2000, mit der Neubeschilderung des Wege und Markierungskonzeptes, hat der Schwarzwaldverein voll ins Schwarze getroffen. Die Wanderer sind von den neuen Wegweisern begeistert. Man kommt gut ohne Karte zurecht.
Für die Beschilderung wurden 200 Stunden und 400 gefahrene Kilometer aufgewendet.
Im Dezember wurden wir noch von Sturm Lothar, mit allen Folgen auf Wanderwegen erwischt.
Das neue Wege- und Markierungskonzept beschäftigt uns auch 2001.
Von der Planung bis zur Erfüllung des neuen Wegenetzes wurden 400 Arbeitsstunden geleistet, dazu kommen noch etwa 1000 gefahrene PKW km dazu.
Zum Albschluss sei noch zu erwähnen, dass der Schwarzwaldverein Albbruck auch das Wege und Markierungskonzept in der Gemeinde Dogern übernommen hat.
Eine Wandertafel am Estelberg und eine am Bahnhof Albbruck wurde neu aufgestellt.
Der Verein ist im Jahr 2002 zum ersten Male mit einer Wanderwoche unterwegs. Ziel war der Rennsteig im Thüringer Wald.
Fazit: Die Wanderwoche wird fortgesetzt.
Im 2003 gedenken wir des Todes von unserem 2.Vorstand Heinrich Fricker.
Erforschung bis hin zur Restauration von Kleindenkmälern und Wegkreuzen durch Hans Gsell beschäftigte uns im 2004.
Hugo Strittmatter und Karl Winkler werden Ehrenmitglieder.
2005 initiierte der Schwarzwaldverein Albbruck eine Spendenaktion für die Tsunamiopfer in Sri Lanka. 350€ Direkthilfe wurden geleistet.
Danach übernimmt der Verein eine Patenschaft in Weligama Sri Lanka.
Im Jahresrückblick 2006 gedenken wir acht verstorbenen Mitgliedern unter anderem unser 2.Vorstand Erwin Hüwel, Waltraut Burkart, Manfred Buck, Ehrenmitglied Karl Winkler, Oswald Schlachter, Günter Wasmer, Gerhard Hauser und Othmar Strittmatter.
2007 sind Wahlen.
Neu im Vorstand sind Helga Brenner als 2.Vorstand und Michaela Zettel als Schriftführerin. Zugleich nach 15 jähriger Tätigkeit wurde Schriftführer Willi Kiefer verabschiedet.
450€ Spende gehen an das Wanderheim Fohrenbühl vom Hauptverein.
Rudolf Eckert hat bei der Aktion Kleindenkmäler, wieder sehr viele Wegkreuze fachgerecht restauriert, unter der Mithilfe von Hans Gsell und Eduard Leber.
Zum 100 jährigen Bestehen des Schwarzwaldvereines Albbruck ist es uns ein Herzensbedürfnis, all denen die sich um die Ortsgruppe verdient gemacht haben, seien es die Ehrenmitglieder, Mitglieder, die Vorstandschaft aber auch allen Freunden und Gönnern, deren Namen und Wirken ungenannt geblieben sind, ein herzliches „Danke“ zu sagen.
Möge das Jubiläum allen Festbesuchern in froher Erinnerung bleiben.
gez. Joachim Weidler, Chronist (Dieser Text wurde mit Erlaubnis von Joachim Weidler veröffentlicht).
Heute, ab 2024:
Nach fast 40 Jahren im Vorstand möchte Joachim Weidler das Amt niederlegen. Seit Jahren wird nach einem 1.Vorstand gesucht, aber niemand möchte die Arbeit übernehmen.
Die Ankündigung steht: In der Hauptversammlung 2025 wird Hr.Weidler zurücktreten, und ohne Übernahme des Postens wird der Verein aufgelöst, trotz der ca 120 Mitgliedern.
Es entsteht die Idee, den Verein zu modernisieren und dem Beispiel anderer Vereine zu folgen, welche die Aufwändige Arbeit aufgeteilt haben. Es folgt eine Satzungsänderung, die es erlaubt, einen Dreier-Vorstand zu wählen. Somit entfällt der Posten des 1. und 2. Vorstandes und stattdessen besteht der Vereinsvorsitzt aus einem Dreierteam.
2024 steht im Sinne der Suche nach diesen Drei Persönen.
Nach viel Hin und Her werden bei den Wahlen in der Hauptversammlung am 27.3.2025 drei Personen in den ersten Vorstand gewählt:
Joachim Weidler, welcher in dieser Konstellation doch noch eine Zeit erhalten bleibt,
Hubert Mutter, welcher viel Erfahrung und Kenntnis mitbringt, und
Regina Hübsch.
Mit dieser neuen Konstellation kommen auch einige Änderungen daher. Wir möchten Moderner werden, deswegen haben wir uns jetzt auch in die Sozialen Medien begeben. Den Schwarzwaldverein gibt es jetzt bei Facebook, Instagram und Whatsapp, und wir haben auch endlich eine eigene Homepage.
Wir hoffen hiermit, dass die Zukunft wieder etwas rosiger wird. Die Menschen wollen wandern, auch die Jungen Menschen wandern! Wir hoffen, sie als Mitglied bei uns begrüßen zu können =)
Euer neues Vorstandsteam
April 2026: Leider hat uns Hr.Hubert Mutter als Vorstandsmitglied wieder verlassen, aber vorerst machen Joachim Weidler und Regina Hübsch zu Zweit weiter und hoffen auf eine bessere Zukunft!

